--- Sarah Stroumsa: Freethinkers of Medieval IslamIbn al-Rāwandī, Abū Bakr al-Rāzī, and Their Impact on Islamic ThoughtLeiden (NL): Brill 2016 
---- Freethinkers of Medieval Islam focuses on the express denial of prophecy in the medieval Islamicate world. The development of Islamic freethinking is analyzed against the background of the significance of prophets in Islam. In her book, Sarah Stroumsa examines the image of freethinkers, and the repercussions of freethinking on Muslim, Jewish and Christian medieval thought. She argue that freethinking, as exemplified by figures like Ibn al-Rāwandī (9th C.) and Abū Bakr al-Rāzī (10th C.), was a pivotal phenomenon, that had a major impact on the development of Islamic thought. In the present context of religious violence carried out in the name of Islam, this book highlights the striking existence of independent freethinking in the world of Islam.
5. Ibn Rushd / Averroes (1126-1198)
 Ibn Sina / Avicenna (980-1037) und al Ghazali (1058-1111)
Eine intensive Auseinandersetzung fand mit den neuplatonischen Positionen
des Mediziners, Philosophen und Mystikers 

Ibn Sina
 (latinisiert = Avicenna, 980–1037) statt.
Die gegenteilige Meinung legte der berühmte spanische Arzt und Philosoph

Ibn Rushd
 (latinisiert = Averroës, 1126–1198) dar.
Er stand in der rationalistischen Entwicklungslinie des Aristoteles,
den er umfassend aktualisierend kommentierte.



Paris - Ausgabe 1994 zu:
Table Ronde UNESCO
9-10 décembre 1985
Ebenso intensiv verlief die Auseinandersetzung des Averroes mit 
Abû Hâmid Muhammad ibn Muhammad 
al-Ghazali (1058-1111) 
Diese zeigte sich besonders in der Spannung von aristotelischer Philosophie, Rechtssetzung der Glaubenspraxis, Mystik und vernunftgemäßer Theologie.
Insgesamt ging es um die Übernahme der hellenistischen Philosophien und einer daraus zu entwickelnden
Koran-Hermeneutik mit den dazugehörigen
Evidenz-Kriterien. Al-Ghazali wirkte hier eher rückwärts orientiert, obwohl er sich auch auf die artistotelelische Logik und Ethik bezog.



Insgesamt wirkten aufklärerische Tendenzen auch in den Sufismus hinein. Dies lässt sich besonders deutlich an Ibn Arabi von Murcia (1165-11240) zeigen.

Die Philosophie des Averroës beeinflusste darüber hinaus die gesamte mittelalterliche christliche Theologie, besonders die Universität Paris. Das Verbot des Averroismus im Jahre 1270 durch den Pariser Bischof Templier hatte nur begrenzte Wirkung.