Freitag, 22. Juni 2018

ÜBERSICHTEN: NEWS - BIBLIOTHEK - PROJEKTE zum DIALOG


2.  InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 
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3.  (Inter)-Religiöse Einrichtungen
und Projekte

Berlin-Marzahn: Gärten der Welt - China

                                                                                                                                                                                                                
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Friedrich Wilhelm Raiffeisen - die Genossenschaftsidee als Zeichen von solidarischer Barmherzigkeit

Raiffeisen-Denkmal in Neuwied (Wikipedia)
Am 30. März jährte sich der Geburtstag des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum 200. Mal. Seine Idee der gemeinschaftlichen Kreditvergabe speiste sich aus seinem christlichen Glauben. Dieser Sozialreformer war zugleich ein tiefgläubiger Christ. Auch der 200. Geburtstag von Karl Marx wird in diesem Jahr gefeiert: https://www.karl-marx-ausstellung.de/home.html 
Die unvollendeten Analysen des linkshegelianischen Philosophen spitzten sich an der Frage zu:  Wer ist schuldig an ausbeuterischen Zuständen? Und wie kann man sich von ihnen befreien? 
Marx und Raiffeisen bieten unterschiedliche Wege und Wirkungen, aber es soll nicht vergessen werden, dass er für ein gerechtes Wirtschaften zukunftsweisende Perspektiven entwickelte.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen wurde am 30. März 1818 in Hamm an der Sieg geboren. Sein Vater Gottfried Raiffeisen war der Bürgermeister des Ortes, der im Zusammenhang des Wiener Kongresses zum Königreich Preußen gekommen war. Nach wenigen Jahren wurde der Vater des Amtes enthoben,  vorgeblich wegen „Geistes Schwäche“, besonders aber wegen anmaßender Amtsführung, die auch zu einem unrechtmäßigen Eingriff in die Armenkasse führte.  So bewarb sich Raiffeisen als 17 -Jähriger um die Aufnahme in den Militärdienst, und zwar in die preußische Garnison zu Köln. Man mag bezweifeln, dass Raiffeisen der Berufsweg als Soldat vorschwebte.  
Unabhängig davon: Er musste aber wegen eines Augenleidens bald den Dienst quittieren. 
Er war zwei Mal verheiratet, von sieben Kindern starben drei noch im Kindesalter. 
1845 wurde Raiffeisen Bürgermeister im Örtchen Weyerbusch im Westerwald, in der Nähe seines Heimartes Hamm/Sieg. Viel Arbeit wartete auf den jungen Rathauschef, vor allem im Kampf gegen die allgegenwärtige Armut.
Nach zwei schlechten Erntejahren rief er 1846 den "Weyerbuscher Brodverein" ins Leben, dem betuchte Bürger Geld bereitstellten. Der Verein verteilte Lebensmittel und kümmerte sich um den gemeinsamen Bezug von Saatgut und Kartoffeln - ein erstes Projekt des Konzepts "Hilfe zur Selbsthilfe".
Raiffeisen ließ zudem ein Backhaus errichten, stellte einen Bäcker an und ließ das Brot entgegen der Anweisung des Landrates nicht gegen Barzahlung, sondern auf Schuldschein an Bedürftige abgegeben. Und er investierte in Schulen und in den Straßenbau, um den Bewohnern bessere Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu schaffen. 
Der landwirtschaftlich nicht so karge rheinische Westerwald war durch die sogenannte Realteilung geprägt, in der die landwirtschaftlichen Anwesen gleichmäßig auf die Erben verteilt wurden, was natürlich die Gefahr der Zersplitterung und der Unrentabilität in sich barg. Raiffeisens besonderes Augenmerk galt zunächst der Verbesserung der Infrastruktur, namentlich dem Schul-und Straßenbau. Dann kam es nach mehreren schlechten Getreideernten und durch eine Kartoffelfäule bedingt zum Hungerwinter 1846/47. Raiffeisen ließ durch die Regierung Korn anliefern und gab es auf Kredit – gegen den Willen des Landrates – an die Notleidenden aus. 
Schließlich wollte die betuchte Klientel ihr Kapital nicht länger für mildtätige Zwecke bereitstellen. Ein Grund lag in der von Raiffeisen hartnäckig verteidigten unbeschränkten Haftung. Danach musste ein Mitglied für sämtliche Verbindlichkeiten des Vereins haften, wenn etwa ein Gläubiger auf Zahlung klagte. Doch das Prinzip bewährte sich: Zu Raiffeisens Lebzeiten ging kein einziger Verein bankrott.
"Mit der Annahme, die Begüterten würden sich als Brüder in Christus auch weitergehend und direkter als durch das Medium Geld den Geringen zuwenden, war Raiffeisen fehlgegangen", urteilt sein Biograf, der Pfarrer und Kirchenhistoriker Michael Klein. 1864 reagierte Raiffeisen und wandelte den Verein in den "Heddesdorfer Darlehnskassen-Verein" mit Sparkasse um, der sich allein auf Geldgeschäfte konzentrierte. Es war die erste Kreditgenossenschaft in Deutschland und der Vorläufer heutiger Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Raiffeisens Maßstäbe waren insgesamt noch die einer paternalistischen Fürsorge der (relativ) Wohlhabenden für die Armen. Nach demselben Prinzip arbeitete Raiffeisen in seiner nächsten Bürgermeisterei, der Nachbargemeinde Flammersfeld. Mit einem „Hülfsverein“ sollte hier der durch den Wucherhandel entstandenen Not begegnet werden. Kostengünstig wurde für die Bauern Vieh auf Kredit bereitgestellt und eine kleine Sparkasse an den Verein angegliedert. Auch hier stellte sich der Erfolg bald ein. In seiner nächsten Amtsstelle in Heddesdorf (heute ein Stadtteil von Neuwied/Rhein) traten in einem „Wohlthätigkeitsverein“ neben die Kreditvermittlung auch die Strafentlassenenfürsorge, das Bemühen um verwahrloste Kinder und der Bau einer Volksbibliothek. Letztlich erfolgreich war aber auch hier nur die Kreditversorgung.
Als eine hohe Ausleihsumme erreicht war, begannen die unbegrenzt haftenden Mitglieder jedoch um ihre Einlagen zu bangen. Der Verein geriet in eine Krise und wurde 1864 als „Darlehnskassen Verein“ neu konstituiert. Jetzt waren auch die Kreditnehmer Mitglieder des Vereins, und es handelte sich nun um eine Genossenschaft im eigentlichen Sinne. Die Vereine arbeiteten nach feststehenden Prinzipien. Dazu gehörte die Begrenzung der Vereinsgröße auf das Gebiet eines Kirchspiels. So wurde sichergestellt, dass Kreditnehmer und Kreditgeber einander kannten und die Kreditwürdigkeit zutreffend beurteilt werden konnte. Die Arbeit im Verein war prinzipiell ehrenamtlich, nur der Rechner bekam eine kleine Aufwandsentschädigung. Für die Ausgabe von Krediten hielt Raiffeisen an einem Zinssatz von fünf Prozent fest. Dividenden gab es zunächst nicht. Stattdessen wurden Gewinne in einem Stiftungsfonds angesammelt. Hatte dieser eine bestimmte Höhe erreicht, so schwebte Raiffeisen vor, sollten daraus soziale Aktivitäten finanziert werden. Seine Pläne muten noch heute modern an, wenn auch die Begriffe damals andere waren. Fortbildungsseminare, Kindertagesstätten, Pflegeheime, all das konnte Raiffeisen sich als Projekte vorstellen. Hier wird deutlich, dass die Genossenschaften nicht nur der wirtschaftlichen Bedürfnisbefriedigung dienen sollten, sondern Raiffeisen ihnen eine darüber hinaus gehende Aufgabe zuwies. Seine Genossenschaften sollten aktive Mitgestalter des kommunalen und vor allem des sozialen Lebens sein.

Jesu im Gleichnis vom Weltgericht – „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“  Dieses Wort Jesu aus dem Gleichnis vom Weltgericht (aus Matthäus 25) bezeichnete Raiffeisen ausdrücklich als Wahlspruch seiner Genossenschaften. Er entwickelte sogar Pläne zur Gründung einer geistlichen Kommunität, aus der sich der Mitarbeiternachwuchs in den Vereinen rekrutieren lassen würde. Dabei sollten die Mitglieder die mönchischen Tugenden der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams leben. Diese Pläne kamen zwar nicht zustande, Raiffeisen arbeitete aber bis zu seinem Tode daran. Am 11. März 1888 starb der Reformer kurz vor seinem 70. Geburtstag. Eine geplante Ehrenpromotion zu seinem Geburtstag kam nicht mehr zustande. Dies hatte sich – wie es in den Akten hieß – „erledigt“. Nicht erledigt waren und sind jedoch bis heute Raiffeisens Ideen, die in den Genossenschaften weiterwirken.

Mehr zum Leben und Wirken von F.W. Raifeisen in dem Buch:
Michael Klein: Bankier der Barmherzigkeit: Friedrich Wilhelm Raiffeisen:
Das Leben des Genossenschaftsgründers in Texten und Bildern
  

Neukirchener Verlag   2018, 4. Aufl., 95 S., Abb. 
--- ISBN 978-3-7615-5921-5 ---
Rezension: hier


Raiffeisen-Symbol
Mit dem Motto „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“
erinnert die Deutsche Friedrich-Wilhelm Raiffeisen-Gesellschaft
das ganze Jahr 2018 über an den Vater der Genossenschaftsidee:
raiffeisen2018.de


geno | dition: Friedrich Wilhelm Raiffeisen: Die Darlehnskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Not: [überarbeitet non Marvin Brendel], 2017
1866 veröffentlichte Friedrich Wilhelm Raiffeisen erstmals seinen Ratgeber „Die Darlehnskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Not...“. Darin schilderte er seine Erfahrungen, die er im Kampf gegen den Wucher und die Verarmung der ländlichen Bevölkerung mit der Errichtung genossenschaftlich organisierter Darlehnskassen gewonnen hatte. Raiffeisens erstes Buch trug wesentlich zur Ausbreitung der Genossenschaftsidee bei. Auch heute entfaltet die Idee nach wie vor ihre Kraft und Raiffeisen ist als einer ihrer Gründerväter in vieler Munde. Doch wer von den heutigen Genossenschaftlern hat sein wegweisendes Werk tatsächlich noch gelesen? 150 Jahre nach der Erstveröffentlichung will dieser Reprint Raiffeisens genossenschaftliches Wirken neuen Generationen nahe bringen. Als Beitrag zur Bewahrung originären Gedankengutes lädt er ein, in die Gedankenwelt des Genossenschaftspioniers einzutauchen – und so auch die ganze Person, seine Ansichten, Ideen und Überlegungen, besser kennen zu lernen.

Die Raiffeisen-Tagung

"Teilhabe und Teilnahme. Zukunftspotenziale der Genossenschaftsidee. Evangelischer Raiffeisenkongress" 18. und 19. Juni 2018 in Bonn - zwei Tage mit vielen Impulsen und Austausch über die Chancen von #Genossenschaften in Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche.
Eine Kooperation mit:
Evangelische Kirche im Rheinland. Sozialwissenschaftliches Institut der Evangelische Kirche in Deutschland, Seminar für Genossenschaftswesen an der Universität Köln, KD-Bank

Wie kann das Genossenschaftswesen zukünftig genutzt werden?

Ausführliche Informationen sind auf der Themenseite www.kirche-wirtschaft-soziales.de bereit gestellt.



http://raiffeisen.ekir.de/ --- TEXTE AUF ENGLISCH Manfred Rekowski, President of the Evangelical Church in the Rhineland,
about the benefits of Friedrich Wilhelm Raiffeisen:


Prof. Dr. Eckhard Freyer, Bonn

CC 



Jenseitsvorstellungen in den Religionen - Europa, Ägypten und Asien (Seminar)

Grabengel  - Stadtfriedhof  von Longyon (Lothringen)
Die verschiedenen Religionen haben versucht, sich dem Geheimnis des Todes sowie dem Danach und dem Dahinter anzunähern. Wichtig werden hier die Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod, sowie Denk- und Glaubensmodelle der Unsterblichkeit, der Auferstehung und der Reinkarnation sowie dem Verlöschen des Ichs. 



Themenfelder:
Sterben, Sterbephasen, Nahtod-Erlebnisse, 

Unsterblichkeit der Seele,
Zwischenreiche: Fegefeuer, Bardo

Jüngstes Gericht, Auferstehung, Paradies und Hölle, Wiedergänger Reinkarnation, Nirvana




 Seminarplanung (aktualisiert, 21.06.18)
Seminar-Nr. 146124, Raum 2.323  
11.04.18  Allgemeine Einführung, Aufgabenverteilung,
Materialvorstellungen
Inhaltlich: Grenzerfahrungen, Fragebogen
18.04.18  Griechische Mythologie: Hades, Acheron, Orpheus und Eurydike 
               Reise in Jenseits (Video)                
              
25.04.18  Kurzfilm: Mémoires vives" -  Tod und Auferstehung Judentum
      
– mit Daniel 12 und Apokalyptik
02.05.18  Christentum: Auferstehung und Jüngstes Gericht         
nach 1. Korinther 15 , Johannes 11: Auferweckung des Lazarus


09.05.18  Bestattungsriten in den Religionen                             
16.05.18  Islamische Eschatologie
 - die Quellen: Koran und Hadithe
   Exkurs: Jenseitsreisen im Alten Ägypten



23.05.18  Kein Seminar
30.05.18  Der (Welt-)Kreislauf der Wiedergeburten im Hinduismus:
Aus den Veden, den Upanishaden und dem Mahabharata 
06.06.18    Manichäismus: Licht und Finsternis -  Leerwerden im Buddhismus 
13.06.18   Buddha-Reden und Geschichten: Der Weg zum Nirvana

20.06.18   Leben, Sterben, Wiedergeborenwerden als Teil buddhistischer Lebenspraxis
mit Texten aus dem Lotos-Sutra
(als Gast: Yoshi Matsudo, Soka Gakkai Deutschland)
27.06.18  Nachträge zum Buddhismus --- 
Nahtod-Erfahrungen / Sterbebegleitung / Märchen
04.07.18  Mulla Sadra: Existenz zwischen hier und dort (W. Janisch-Sassen)
Dantes Göttliche Komödie: Der Gang durch die Unterwelt 
(David R.)
11.07.18  Besuch [virtueller] Friedhöfe und Trauerforen: Bildbeispiele
(Kristina K. & Julia B.)
18.07.18  Krankheit, Sterben und Tod im Unterricht (Vera V. & Laura M.)
– mit Buchvorstellungen: Wenn Kinder trauern /  Sarggeschichten
1. Einführung, Fragebogen,
    Materialvorstellung --- 11.04.2018


Wir sehen jetzt durch einen Spiegel auf ein Rätsel, 
danach aber von Angesicht zu Angesicht. 1. Kor 13,12

>>> Harold Coward (ed.): Life after Death in World Religions.
Faith Meets Faith Series. Maryknoll, NY: Orbis 1997 --- Inhalt: 
  • The Eastern Religions - Hinduism, Buddhism, and the Chinese Traditions
  • 1. Judaism /​ 
  • The Western Religions - Judaism, Christianity, and IslamEliezer Segal. The First Commonwealth (until ca. 539 B.C.E.). Babylonian Exile and Second Commonwealth (539 B.C.E. to 70 C.E.). Talmudic Perspectives (70 to ca. 700 C.E.). Medieval Judaism (ca. 700 to ca. 1750 C.E.). Modern Judaism (from ca. 1750)
  • 2. Christianity /​ Terence Penelhum. Christian Origins. The Core Christian Claims about the Afterlife. Philosophical Difficulties in the Christian View
  • 3. Islam /​ Hanna Kassis. "Only He Remains" "Here I AM Lord": Preparation and Burial of the Dead. "Tasting the Nearer Chastisement": Judgment in the Tomb. "When Shall Be the Day of Resurrections?" "Unto the Path of Hell" "Enter Thou My Paradise"
  • 4. Hinduism /​ Anantanand Rambachan. Central Features of Hinduism. Hindu Views of the Person. Hindu Views of Death and Afterlife
  • 5. Buddhism /​ Eva K. Neumaier-Dargyay.
  • Many Lives - Many Deaths: The Basic Assumptions. Dying and Being Reborn in the View of the Traditions. The Tibetan Lore of Dying and Rebirth. The Bar do thos grol. The "Liberation from the Intermediary State" and Reports of Near-Death Experiences
  • 6. Chinese Religions /​ Gary Arbuckle. Notes from the Nether World. Cosmological Contexts and the Theory of the Soul. Going to One's Reward. Prison Breaks: Philosophy, Alchemy, Escape, Endurance. The Afterlife in "After-Times"
>>> Dietrich Steinwede / Dietmar Först (Hg.):
Die Jenseitsmythen der Menschheit
.
 Düsseldorf: Patmos 2005


2.  Griechische Mythologie: Tod und Unterwelt
     --- 18.04.2018
Niemals vermag ich die Zahl der Meerkiesel anzusagen.
Doch ein Maß ist in allem; und das Beste ist, zu erkennen, wann rechte Zeit ist.
Aus der 13. Olympischen Ode
Pindar, griech. Lyriker und Komponist (522/518 - 438/432 v.Chr.)

3.  Tod und Unterwelt
 
    Apokalyptik und ewiges Leben im Judentum
     --- 25.04.2018


Alle unsere Vollkommenheit und alle unsere Seligkeit hängt daran, dass der Mensch durchschreite und hinüberschreite  über alle Geschaffenheit und  alle Zeitlichkeit und über alles Dasein hinaus und eingehe in den Grund, der grundlos ist. 

Meister Eckhart (um 1260 - 1328) -
Zitat aus: 
Der Morgenstern. Ausgewählt, übersetzt und eingeleitet von
Hans Giesecke. Berlin: Union 1964. S. 285


4.  Tod und Auferstehung: Judentum und Christentum
 
   --- 02.05.2018
Der Seele Frohsinn hängt nicht ab
von Rosen und von Grün –
dort, wo ein Herz sich aufgetan,
ist Garten voller Blühn!

Mir Chawaja Dard (gest. 1785 in Delhi),
Mystiker, der in Urdu und Persisch schrieb.
 
Annemarie Schimmel - ausgewählt, übersetzt und herausgegeben: Weisheit des Islam. Stuttgart: Reclam 1994,  S. 91)

5.  Bestattungsriten in den Religionen --- 09.05.2018

 Denn es ist gut, wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint,
das uns verbraucht und zerstört wie die Handvoll Sand, sondern als etwas,
das uns vollendet.
 Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944),
Die Stadt in der Wüste 1948 (franz. /deutsch 1956)

6.  Islamische Eschatologie - Koran und Hadithe
     --- 16.05.2018
 Glaube ist der Vogel, der das Licht fühlt und singt, 

                              wenn die Morgendämmerung noch dunkel ist."                                                                                                                            Rabindranath  Tagore (1861-1941):
 Indische Weisheiten für jeden Tag. 
 Frankfurt/M.: Fischer TB 17091,  2006 23.03.


Exkurs in das alte Ägypten:
Jenseitsführer = die Nachtfahrt des Sonnengottes (Ausschnitt, Original: Neues Museum Berlin):
Übergang vom Leben zum Tod und Rückkehr ins Leben - der Weg durch den Nil. Weitere Infos: hier

7.  Der (Welt-)Kreislauf der Wiedergeburten
     im Hinduismus: 

       Aus den Veden, den Upanishaden und dem Mahabharata
       --- 30.05.2018


Worte Krishnas:

Von mir, der in den Herzen wohnt, wird der Verblendung Dunkelheit

durch der Erkenntnis Licht zerstreut. Denn dies vermag Barmherzigkeit.

Bhagavad-Gita, 10. Gesang, Vers 11 nach der Übersetzung und Bearbeitung Hg.: Helmuth Glasenapp.

Stuttgart: Reclam TB 7874/75, 1975 u.ö., S. 65 



„Wie der Mensch ist auch die Welt geboren worden und wird sterben, sagen die Hindus. Sie durchschreitet große Zyklen, Kalpas genannt. Ein Kalpa ist ein Tag Brahmas (Brahma = der „erste“ Gott der indischen Götter-Trinität, nicht zu verwechseln mit Brahman, dem unpersönlichen höchsten Sein und Atman, der menschlichen Seele, die in enger Beziehung zueinander stehen)Innerhalb der Kalpas liegen Äonen, Yugas genannt. Jedes Yuga ist in vier Zeitalter eingeteilt, und in jedem Zeitalter sind Tugend und Glück des Menschen im Abnehmen begriffen. Unser jetziges Zeitalter steht im Kali-Yuga, dem letzten und dunkelsten der vier. Die Hindus glauben, dass es 3102 v. Chr. begonnen hat und von jetzt an gerechnet nach ca. 428 000 Jahren endet, wenn die ganze Welt durch Feuer und Flut zerstört wird. Aber dann wird ein neues, goldenes Zeitalter wiedergeboren …“                          
(Bancroft, Anne: Religionen des Ostens. Wege geistiger Erfahrung. 
Aus dem Englischen. Zürich: Theseus 1974, S. 49)
  • Krita Yuga: Das erste, goldene Zeitalter ( = 4800 göttliche Jahre = 1.728.000 irdische Jahre), es steht auf vier Beinen.
  • Treta Yuga: Das zweite nachfolgende Zeitalter (= 3600 göttliche Jahre = 1.296.000 irdische Jahre, d.h. es macht nur  drei Viertel der Vollkommenheit des Krita Yuga aus.
    Es steht nur noch auf drei Beinen (von treta = tres = drei)
  • Dvapara Yuga: Zeitalter des Gleichgewichts von Vollkommenheit und Unvollkommenheit
    (2400 göttliche Jahre =  864.000 irdische Jahre --- Balance von nur zwei Beinen = dwa = duao = zwei)
  • Kali Yuga: Das vierte und letzte Zeitalter, das nur noch ein Viertel des ersten Zeitalters ausmacht,
    d.h. 1200 göttliche Jahre = 432.000 irdische Jahre; es begann etwa 3102 v. Chr.).
    Dieses schlimme Zeitalter ist einbeinig.

Es gibt in der christlichen Tradition eine gewisse Parallele. Joachim von Fiore (1130/35–1202)
spricht vom Zeitalter des Vaters (AT), des Sohnes (NT) und des Heiligen Geistes.
Er beginnt mit dem Jahr 1260.
8.  -- Manichäismus: Licht und Finsternis -
     -- Leerwerden im Buddhismus --- 06.06.2018

      


Schau hin und sieh das Entstehen und Vergehen

aller Weisen des Daseins ([s]khandas).

Erfahre die Freude und das Glück

jenseits von Leben und Tod.

Dhammapada - Die Weisheitslehren des Buddha. Aus dem Pali.
Freiburg u.a.: Herder spektrum 5601, 2005, Nr. 374 = S. 114

--- Infos zum Manichäismus: hier
--- Materialsammlung zum Buddhismus: hier

Die 12 Elemente des bedingten Entstehens /
des Entstehens in Abhängigkeit


1.  Ignoranz / Unwissen  (Avidya) - blinde Frau ----  2.  Karmische Bedingungen/ Ausprägungen (Samskara) - Topf = Kreativität  ----- 3.  Daraus entstehende  Erkenntnis / Gewissen  (Vijnana) - Der Affe /------ 4.  Mentalität-Körperlichkeit:  Name und Form (Nama-rupa) --- 5.  Die sechs Grundlagen der Sinne (Shadayatana) - Haus mit 6 Fenstern ------------------------------- 6.  Kontakt/Berührung der Sinne zwischen den Organen und den Objekten (Sparsha) - Liebespaar ----- 7.  Gefühl / Sinneswahrnehmung (Vedana) - Pfeil im Auge ------------- 8.  "Durst", Wunsch, Begier (Trishna) - Der Trinker ----- 9.   Anhaften (Upadana) - Der die Frucht Pflückende ----- 10. Existentielles Werden, Entstehen der Existenz (Bhava) - Koitus --- 11. Geburt, Heraustreten der Existenz (Jati) - Die Gebärende ----- 12. Konsequenz: Alter & Tod (Jaramarana) - Der  Leichenbestatter ----------- Aus: Vladimir Grigorieff: Les philosophies orientales. L'Inde et la Chine. Paris: Eyrolles 2005, 97-101. Erläuterung der Bilder 1-12 = S. 102


9. Buddha-Reden und Geschichten --- der Weg zum Nirvana 
--- 13.06.2018
Erfreue dich der Einsamkeit,
Erfreue dich des friedlichen Verweilens,
Frei von Verlangen und Abneigung,
                              Und erfahre so Glück und Freude des Weges.


Dhammapada - Die Weisheitslehren des Buddha. Aus dem Pali.
Freiburg u.a.: Herder spektrum 5601, 2005, Nr.205 = S. 70




10.  Leben, Sterben, Wiedergeborenwerden
         als Teil buddhistischer Lebenspraxis --- 20.06.2018 

 

Wer völlig frei ist von Zweifeln und von Reue,
wer tiefen Herzens einen Augenblick vertraut,
wird ein  Heil jenseits menschlichen Heils erlangen.

Das Lotos Sutra, übersetzt von Max Deeg.
Darmstadt: WBG 2007, S. 249 = 5. Rolle, 17. Kap.


Infos zum Lotos-Sutra (spirit wiki)

11.  Nachträge zum Buddhismus
Nahtod-Erfahrungen / Sterbebegleitung, Märchen
 --- 27.06.2018 

Glücklich, wer aus dem Vertrauen des Glaubens lebt.
Er entdeckt das umfassendste Geheimnis: die stete Gegenwart Gottes.

Frère Roger: In allem innerer Friede. Ein Jahresbegleitbuch. Freiburg u.a.: Herder 2009, S. 115



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Ausführliche Materialsammlung zum Thema: hier

Weiteres:


Dante Alighieri (1265-1321): Der Weg in die geistige Welt

Mittelalter-Informationen
bei Jacques Le Goff: hier


Ausstellung Bruno Perramant: Les Aveugles
 Paris, Collège des Bernardins 2012
"Dante auf dem Weg zur Vorhölle"
























Tod und Bestattung
Friedhöfe
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RECHERCHE-MÖGLICHKEITEN
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