Sonntag, 10. September 2017

Schrift und Bild im Islam


Der Hl. Koran  (Schriftsymbolik)
umgeben von den Namen Mohammeds
und seinen Nachfolgern
Das aus dem Judentum bekannte Bilderverbot findet sich auch im Islam wieder: Gott und Göttliches sind jenseits jeglichen Abbildes. Darum darf Gott und alles damit Zusammenhängende nicht dargestellt werden. 
Vgl. Christiane Gruber: Realabsenz - Gottesbilder in der islamischen Kunst zwischen 1300 und 1600
(über: academia.edu, 27 S.)

Das hat dazu geführt, dass die Verschriftlichung des göttlichen Wortes im Koran besondere Bedeutung erfuhr. So entwickelte sich eine herausragende Schriftkunst: die Kalligrafie = das "schöne Schreiben". Sie ist ein wesentlicher Teil islamischer Kultur. Erstaunlicherweise gibt es dennoch für die Darstellung der Natur und des Menschlichen einen mehr oder minder großen Spielraum.
(Vgl. Wolfgang Günter Lerch: Gibt es ein Bilderverbot im Islam?  in FAZ online vom 07.01.2015).


Literaturhinweise:
  • Ernst Kühnel: Islamische Schriftkunst.
    Graz: Adeva 1986, 92 S., Abb. 
  • Islamic Calligraphy - Calligraphie Islamique.
    Sacred and Secular Writings - Textes sacrés et profanes.
    Musée d'art et d'histoire et Trésors de l'Islam.
    Genève 1986, 200 pp., illustr.

    Katalog der Ausstellungen 1988 und 1989 in Genf, Dublin, London, Zürich, Amman
  • Andreas Ismail Mohr: Kalligrafie im  Islam.
    Die Kunst des schönen Schreibens (2010)
  • Jamel Eddine Bencheikh: Le voyage nocturne de Mahomet suivi de l'aventure de la parole.
    Paris: Imprimerie Nationale 1988, 303 pp., illustr.
  • The Miraculous Journey of Mahomet. Mirâj Nâmeh.
    Bibliothèque Nationale, Paris.
    Manuscrit Supplément Turc 190)
    Introduction and Commentries by Marie-Rose Séguy.
    New York: George Braziller 1977, 158 pp., illustr.


Cover: Harou Malek Bakchi:
Mohammed und der mehrköpfige Engel.
Aus: Das Buch von der Himmelsreise
 des Propheten - Miradj nameh -1436
Bibliothèque Nationale de France, Paris
  • Sergio Jona: Mohammed. Eine Bildbiographie in Farbe.
    Luxembourg: Hasso Ebeling 1981, 77 S., Abb.
  • Pierre Lory: Le rêve et ses interprétations en islam.
    (Der Traum und seine Interpretationen im Islam)  
    Spiritualités vivantes 286.
    Paris: Albin Michel [2003], 2015, 421 pp.
  • Mohammed in der islamischen Kunst 
    (gesammelt von einem Islam-Kritiker)
  • Maxime Rodinson: Muhammad.
    Translated from the French by Ann Carter --- London / New York: Penguin Books. Second English Edition 1971
  • Ziauddin Sardar: Muhammad - Aspects of His Biography.
    London: The Islamic Foundation
    1978, 68 pp., illustr.

Vgl. auch: Der Koran - Vielfalt der Übersetzungen und Kommentare



 Bismillah: Im Namen Gottes, des Gnädigen
und Barmherzigen 
 - und ein Koranvers rechts






Seite aus einem andalusischen Koran
des Mittelalters (Wikipedia)







Mohammed und Jesus auf dem Weg zum Propheten Jesaja
Illustration in: Al-Biruni: Athar al-Baqiya 
(= Chronologie der alten Nationen),
 um 1000 n. Chr. entstanden,
aus der Handschrift von 1307 (
Universitätsbibliothek Edinburgh) 

Zakariya, Yahya, Maryam and ‘Isa/Jesus 
Islamic Miniature, Falnama India 1610,
Khalili Family Trust, London
























Franz-Josef Vollmer (Texte):
Angels and Madonnas in Islam. 

Berlin 2015, 115 S., Abb
.










Cover: Freikauf des Sklaven Salman al-Farsi
durch Mohammed.
Miniatur von Siyer-i Nebi,
spätes 17. Jh.
Museum für Türkische und Islamische Kunst,
Istanbul


CC
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