Dienstag, 12. Januar 2010

Spannungen in Malaysia - Christen unter Druck


Wie eine Reihe von Zeitungen und auch Radio Vatikan berichten, hat zwar das Oberste Gericht Malaysias bestätigt, dass auch die Christen "Allah" für Gott sagen und in der Liturgie gebrauchen dürfen, weil sie das dort immer schon getan haben. Aber die Stimmung im Land hat sich verschärft. Ultraorthodoxe wollen das Urteil nicht hinnehmen und radikale Islamisten haben bereits Kirchen angezündet (vgl. Bericht des Schweizer Fernsehens).
Insgesamt ist die Situation für die Christen des Landes gefährlich geworden
(vgl. rp-online). Auch Times online zeigt sich beunruhigt über die Ausschreitungen, zumal wenn man berücksichtigt, dass die Muslime in Malaysia nur eine knappe Mehrheit gegenüber den anderen Religionen ausmachen. Immerhin sind dort 9% Christen (vgl. Hintergrundsinformation des ÖRK / WCC).

Die Politiker haben allerdings das Urteil begrüßt und die Gewalttaten gegen christliche Kirchen aufs Schärfste verurteilt. Amerikanische Muslime haben deutlich gemacht, dass sie beim Wiederaufbau der Kirchen in Malaysia finanzielle Unterstützung leisten wollen, so der Bericht im Blog der Trialoggruppe aus Phildeladelphia (USA).

Pater Kirchberger aus Indonesien sagte in einem Interview mit Radio Vatikan (s.o.) , dass sich im gesamten südasiatischen Raum die Situation zwischen den Religionsgruppen verschärfen könnte.
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