Dienstag, 5. Mai 2009

Das Herz von Jenin


Der Film mit dem Titel "Das Herz von Jenin" - seit Mitte Mai in den Kinos - erzählt die Geschichte eines palästinensischen Vaters, dessen kleiner Sohn 2005 von einem israelischen Soldaten erschossen wurde. Statt auf Rache zu sinnen oder in Hass zu verfallen, gibt der Vater Organe seines Jungen frei, um israelischen und arabischen Kindern neues Leben zu schenken - bewusstes Zeichen der Versöhnung in einer von Hass zerrissenen Region. Man hat dem Film auch vorgeworfen, er schüre antiisraelische Resentiments, weil eine streng orthodoxe Familie, deren Kind ebenfalls ein Organ des getöteten Jungen erhielt, sich sehr reserviert bei einem Besuch des Vaters verhielt. Aber das dürfte eher ein Problem von Fundamentalismus sein.
Der Vater möchte nämlich durch den Besuch bei allen Familien, bei denen sein Sohn als Organspender diente, sehen, wie das Leben seines Sohnes in anderen Kindern weitergeht. Der Film gibt dies auf eindrückliche Weise wieder.

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