Sonntag, 22. Juli 2018

Römisches Imperium: Der Limes im Rheingau, im Taunus und der Wetterau

Der germanische Limes (Rhein-Main-Donau)
zwischen Köln und Regensburg (Wikipedia)
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Die militärischen Grenzsicherungen des Römischen Reiches gegen eindringende Völker haben eine beeindruckende "Spur" hinterlassen - den Limes (= Schneise, Grenzweg).  Entstanden ist dieser Grenzzaun vom 1.-6. Jahrhundert. Er reicht von Britannien (Hadrianswall) im Westen, durch Nieder- und Ober-Germanien, durch Österreich, den gesamten Balkan bis zu den römischen Grenzregionen des Schwarzen Meeres, um über das Gebiet der heutigen Türkei, des Nahen Ostens schließlich auf der Südseite des Mittelmeeres im heutigen Marokko zu enden.
Eine große Zahl von damit zusammenhängenden archäologischen Zeugnissen lässt sich darum auch in Deutschland finden: Kastelle, Legionslager, Wachtürme, Außenposten. Zugleich zeigen diese römischen, teilweise rekonstruierten Reste auch eine gewisse Flexibilität der Grenzbewachung: Die Ausgrabungen und Funde verdeutlichen nämlich, dass nicht nur ein reger Handelsaustausch die Grenzregionen prägte, sondern auch religiös viele unterschiedliche Einflüsse der Kulturen und Religionen diesseits und jenseits des Limes sich miteinander vermischten.
Das gilt auch für den Rheingau, den Taunus und die Wetterau. 
Römerlager Waldgirmes bei Wetzlar (Lahntal)
 mit der rekonstruierten Reiterstatue des Augustus

Bleirohr der Wasserleitung mit Inschrift der 14. Legion.
die in Wiesbaden (Aquae Mattiacorum) stationiert war.
(Museum Castellum Wiesbaden, Wikipedia)


Limesturm des Kastells Zugmantel
an der alten Nord-Süd-Verbindungsstraße (B 417)
bei Wiesbaden 


Palisadenzaun des Limes am Kastell Zugmantel


Limesturm in Dasbach bei Idstein




Rekonstruiertes Kastell Saalburg im Taunus



Römersäule im Kastell Echzell bei Altenstadt
Rechts unten: Der Gott Merkur

CC 


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