Montag, 16. Juli 2018

Publikationen im Internet von Reinhard Kirste

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2018




2017
2016
2015 

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Sonntag, 15. Juli 2018

Die Gärten der Bestattung in Bergisch Gladbach - Todes-Gedenken für das Leben

QR-Code zur Orientierung
beim Gang durch den Garten
"Trauer braucht eine Heimat":
Dieser Satz des Bestatters
Fritz Roth (1949 - 2012) wurde zu einer Vision, dessen Realisierung die Gärten der Bestattung auf einem Hügel in Bergisch Gladbach sind. Fritz Roth ist der erste Beerdigungsunternehmer in Deutschland, der das bisherige Image dieser "Branche" gehörig verändert hat. Sein Credo: Der Trauernde hat Vorrang. Tochter und Sohn führen inzwischen das Werk ihres Vaters weiter.
Fritz Roth hat auch einen Urnenfriedhof der anderen Art eingerichtet - offen für alle religiösen Traditionen und Denkweisen und [fast] völlig frei in der Grabgestaltung. 


Die Begräbnisplätze liegen  direkt neben dem "Bestattungshaus Pütz-Roth", das nichts von der üblichen Atmosphäre einer solcher Einrichtung hat. Es ist ein Haus der inspirierenden Begegnung und intensiven Trauerbegleitung.
Diese Angebote werden durch viele Veranstaltungen der Trauerakademie erweitert. Hier kommen Trauernde, Künstler, Fachleute und Seelsorger zusammen. Daraus entwickeln sich immer wieder neue Gestaltungsideen, die temporär umgesetzt werden oder auch dauerhaft im Gelände als Installationen einen Platz finden.
Neben einem "Pfad der Sehnsucht" im Haus wird der  Gang durch die Gärten der Bestattung erweitert. Der GartenWald ist ein "Hof des Friedens".  Er wird zum meditativen "Lebens-Lehrpfad", dessen einzelne Abschnitte auch besondere Namen tragen, z.B. Weg der Lebensabschnitte, Weg der Weltreligionen. Ein neues Gelände, der WaldGarten, schließt sich inzwischen an. 



Totenbretter für Kinder und Jugendliche


1. Stele: Von den vielen Toden, die wir während unseres
Lebens sterben, ist der letzte vielleicht gar nicht der bitterste.
2. Stele: Wie nah sind uns manche, die tot sind -
und wie tot sind uns manche, die leben !




Labyrinth des Lebens






Haus der Klage - die Tür ist offen


Haus der Klage: Begegnung mit der hellen Leere


Durchblicke nach DORT



Die Toten und die Lebenden gehören zusammen



Orientierung am Buddha



Der Gott Ganesha als Wegbegleiter



Auf dem Weg der Weltreligionen: Beispiel Shintoismus



Nach-Klang ...
Hoffnungsräder an der "Klagemauer"
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Dienstag, 10. Juli 2018

VIRTUELLE MUSEUMSRUNDGÄNGE - Begegnungen von KUNST und RELIGION (aktualisiert)


VON DORT (2012)
Beispiele aus der Kunst

Virtuelle Rundgänge und Kommentare

Virtuelle Museumsrundgänge und Zeitreisen
in einzelnen Museen oder an bestimmten Orten

--- Auf die einzelnen Orte klicken:

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Samstag, 7. Juli 2018

Martin Buber - Dialog als Prinzip

Martin Buber (1878-1965) hat als jüdischer Philosoph, Theologe Schriftsteller, Übersetzer, Erzieher und politisch Denkender und Handelnder nicht nur die Begegnung von Judentum und Christentum bedacht, sondern in einmaliger Weise die Beheimatung jüdischer Traditionen und Denkwege in Europa sichtbar gemacht.

In Bubers umfangreichen Themenspektrum spielen für den interreligiösen Dialog die Begegnung mit dem Christentum seine Bibelinterpretationen, das Messsiasverständnis und  die Bedeutung Jesu im Judentum eine herausragende Rolle.
Durch sein Eingehen auf den "Anderen" hat er wichtige Pfeiler für die Brückenfunktion verschiedener Denk- und Glaubens-Traditionen gesetzt.


Zum Messiasverständnis
" ... der deuterojesajanische Gottesknecht bleibt für Buber >das letzte Wort<, getreu dem Wort des chassidischen Rabbi: >Die Kraft kann nicht auferstehn, wenn sie nicht in die große Verborgenheit eingeht<. Jesus ist wie Buber urteilt, >aus der Verborgenheit des 'Köchers' getreten.< >Als ein Geheimnis der Verborgenheit, auch im Verhältnis der Person zu sich selber, geht das Geheimnis der Tat des menschlichen Anteils an der Bereitung der Erlösung durch das Dunkel der Zeiten, bis es einst ins Offenbare emportritt.<

Die Erwartung des Reiches und des Messias geht auf ein >unvorweggenommenes Kommen.< Doch bleibt Israel >ganz ausgerichtet auf das Kommen des Kommenden.< Ist auch von der Vollendung der Schöpfung der Rede, so darf die Botschaft doch nicht >verendlicht< werden: >Nicht einer gerechten Ordnung, sondern der 'Gerechtigkeit', nicht einer verträglicheren Menschheit, sondern dem 'Frieden' gilt die Verheißung."

Paul Schwarzenau: Das Messiasproblem bei Martin Buber. Eine Studie zur Geschichte des Judentums [1951]. Berlin: Frieling 1997, S. 92-93 Zitate aus: Kampf um Israel (1933) /  Die Schrift und ihre Verdeutschung (zusammen mit Franz Rosenzweig, erschienen 1936), Gog und Magog (1949)


Neue Bücher von und über Buber: hier 

  • Karl-Josef Kuschel: Martin Buber - seine Herausforderung an das Christentum.Gütersloher Verlagshaus 2015, 363 S. --- Rezension: hier


Werkausgabe in 3 Bänden.  Heidelberg: Lambert Schneider / München: Kösel: Schriften zur Philosophie (Bd. 1, 1962), Schriften zur Bibel‹(Bd. 2, 1964), Schriften zum Chassidismus‹ (Bd. 3, 1963) mit Nachträgen

Informationen zur Gesamtausgabe:
Martin Buber Werkausgabe (MBW). Im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (bis 2009), der Israel Academy of Sciences and Humanities und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (seit 2010) hrsg. von Paul Mendes-Flohr, Peter Schäfer und Bernd Witte (seit 2010). 21 Bde., Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001ff. Bisher sind erschienen: Bd. 1, 2001; Bd. 6, 2003; Bd. 8, 2005; Bd. 3, 2007; Bd. 10, 2008; Bd. 19, 2009; Bd. 9, 2011; Bd. 14, 2012; Bd. 2.2, 2012; Bd. 2.1, 2013; Bd. 2.3 2013).


Einige wichtige Werke Martin Bubers in Auswahl
(nach Ersterscheinungsdatum)


  • Ekstatische Konfessionen. 1909.
  •  Ich und Du. 1923
  • Die Schrift (verdeutscht von Martin Buber
    zusammen mit Franz Rosenzweig),
    1926–1938.
  • Die chassidischen Bücher. 1928.
  • Königtum Gottes. 1932.
  • Kampf um Israel. Reden und Schriften 1921–1932. 1933.
  • Die Frage an den Einzelnen. 1936,
    in: Das dialogische Prinzip.
  • Gog und Magog. 1949.
  • Die Erzählungen der Chassidim. 1949.
  • Zwei Glaubensweisen. 1950.
  • Pfade in Utopia.
     Über Gemeinschaft und deren Verwirklichung. 1950 
  • Der utopische Sozialismus. 1952 und 1967
     [Ergänzung zum Band Pfade in Utopia].
  • Gottesfinsternis. Betrachtungen zur Beziehung zwischen Religion und Philosophie. 1953.
  • Reden über Erziehung.1953 
  • Die Legende des Baaschem. Umgearbeitete Neuausgabe 1955
  • Der Jude und sein Judentum. Ergänzungsband zur dreibändigen Werkausgabe. 1963.
  • Nachlese. 2. Ergänzungsband zur Werkausgabe.1965.
  • Das dialogische Prinzip. Heidelberg 1973.
  • Ein Land und zwei Völker. Zur jüdisch-arabischen Frage. 1993.
  • Briefwechsel aus sieben Jahrzehnten. 3 Bde.1972–1975.



Laotse und der Daoismus / Taoismus - chinesische Religion und Philosophie (aktualisiert)

Yin und Yang,
Grundsymbol der Ganzheit
Die Ursprünge des Taoismus/Daoismus liegen im Dunkel. Als chinesische Philosophie und religiöse Tradition wird er mit Laotse/Laozi und dem
Tao Te King /
Dao De Dsching 

im Zusammenhang gesehen. Laotse könnte ein älterer Zeitgenosse von Konfuzius gewesen sein, also im 6. Jh. v. Chr. gelebt haben. 

Der Taoismus gehört neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus zu den drei großen Weisheitslehren Chinas.

Die Lehre des Tao ist von der Sinnfrage und der Gelassenheit auf dem Lebensweg geprägt.  

Tao erzeugt Eins,
Eins erzeugt Zwei
Drei erzeugt alle Wesen.
Alle Wesen tragen das ruhende Yin
und umfassen das bewegende Yang.
Der vermittelnde Lebensodem
bewirkt harmonische Vereinigung.
Lao-Tse - Tao Tê King. 
Aus dem Chinesischen  von Victor von Strauss, 
bearbeitet W.Y. Tonn. Zürich: Manesse 1959, S. 114

V. Grigorieff: Les philosophies orientales.
L'Inde et la Chine.
Paris: Eyrolles 2005, S. 165
Orientierung
Das Tao Te King (Dau De Dsching)
  I Ging (I Dsching)
- Ds Buch der Wandlungen
 Laotse und Jesus
  • Martin Aronson (Hg.): Jesus und Lao-Tse.
    Eine Botschaft, zwei Stimmen.
    Parallele Aussagen der zwei großen Weisheitslehrer der Mnschheit.
    Mit einer Einführung von David Steindl-Rast.
    Aus dem Englischen von Jörg Wichmann.
    München: Kösel 2002, 256 S.
  • Joseph A. Loya, OSA / Wan-Li Ho / Chang-Shin Jih:
    The Tao of Jesus. An Experiment in Inter-Traditional Understanding.
    New York / Mahwah, NJ: Paulist 1998, 185 pp.


Literaturempfehlungen
  • Joseph A. ADLER. Chinesische Religionen (Rezension).
    Freiburg u.a.: Herder spektrum 5863, 2007
  • Julia CHING: Chinese Religions. Maryknoll, NY: Orbis 1993
  • Chang CHUNG-YUAN: Tao, Zen und schöpferische Kraft.
    DG 30. München: Diederichs 1990, 6. Aufl. 
  • Shaoping GAN: Die chinesische Philosophie.
    Die wichtigsten Philosophen, Werke, Schulen und Begriffe.
    Darmstadt: WBG 1997
  • Luis (Aloisisus) GUTHEINZ: China im Wandel:
    Das chinesische Denken im Umbruch seit dem 19. Jahrhundert,  München: Kindt 1985
  • Luis Gutheinz:  China im Aufbruch. Kultur und Religionen Chinas und das Christentum.
    Theologie interkulturell,
    Band 10, Frankfurt a.M.: IKO 2001
  • Luis Gutheinz:  Chinesische Theologie im Werden:
    Ein Blick in die Werkstatt der christlich-chinesischen Theologie.
    Theologie interkulturell, Band 22. Ostfildern: Grünewald 2012.
    Inhaltsverzeichnis und Einleitung: hier
  • James MILLER: Daoism. A Short Introduction. Oxford (UK): OneWorld 2005, 2. Aufl.
  • Joseph PETULLA: The Tao Te Ching and the Christian Way.
    A New English Version. Maryknoll, NY: Orbis 1999
     
  • Astrid Zimmermann / Andreas Gruschke: Als das Weltenei zerbrach.
    Mythen und Legenden Chinas. Diedrichs Gelbe Reihe.
    Kreuzlingen / München: Hugendubel 2008