Montag, 20. Juni 2011

Die Himmelsscheibe von Nebra - Zeitreise der besonderen Art

Auf dem Mittelberg im Unstruttal fanden Raubgräber den ältesten Zeitmesser überhaupt: 3600 Jahre alt: Eine darstellung des Himmels mit Vollmond, Halbmond, Sternen und "Begrenzungsstreifen", alles in Bronze und Gold.
Wie ein Kriminalroman liest sich der Weg bis in das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale.

Nahe der Fundstelle hat man inzwischen ein Modernes Museum, die Arche Nebra errichtet, das den BesucherInnen ermöglicht, die Bedeutung des Himmels für die Erde zu erkunden und eine Zeitreise sowohl von der damaligen Himmelsbeobachtung bis heutezu machen  und auch die Geschichte der Scheibe selbst leicht fasslich nachzuverfolgen.


Geschichte der Entdeckung und historische Bedeutung bilden eine Höhepunkt bronzezeitlicher Archäologie überhaupt.
Vgl. die Übersicht in Wikipedia.

Auch Kinder und Jugendliche werden bei diesem Rundgang ihre Freude haben und mit mehr Wissen nach Hause gehen.

Die Himmelsscheibe von Nebra zusammen mit dem nahe gelegenen etwa 7000 Jahre alten Sonnenobservatorium in Goseck bieten einen intensiven Einblick in die Bedeutung der Astronomie, der Kenntnisse von Sonne, Mond und Sternen für das Leben der Menschen, für die Kulturentwicklung mit Ackerbau und Viehzucht. So entsteht ein Panorama menschlicher Gesellschaftstrukturen unter oft widrigen Bedingungen. Der Himmel mit seinen Zeichen gehört darum in das Zentrum religiöser verehrung der alten Kulturvölker, und gleichzeitig erweitert sich das Wissen über die Erde und das Universum insgesamt.
Arche Nebra, das Museum der Himmelsscheibe
Inzwischen gibt es eine neue Tourismusroute  in Sachsen -Anhalt "Himmelswege", die es erlaubt, den archäologischen Fundstellen und ihren heutigen Präsentationen nachzugehen.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Islamische Solidarität mit koptischen Christen

Das Selbstmordattentat auf koptische Christen in Alexandria unmittelbar nach der Neujahrsmesse hat eine Welle der Empörung auch bei Regierungen islamisch geprägter Staaten ausgelöst.

Während die Presse viele Politiker und auch hohe christliche Geistliche zitiert, sollte auch mehr beachtet werden, wie stark Muslime ihre gesellschaftliche Verantwortung auch für Andersgläubige wahrnehmen und auf das Friedensgebot des Islam verweisen. Hier einige Erklärungen:
Frieden  - arabisch
Die Verantwortlichen dieser Institutionen haben nicht nur ihren Abscheu vor dieser Gewalttat ausgedrückt, sondern auch deutlich gemacht, dass ein solches Menschen verachtendes Verhalten in keiner Weise mit den Grundregeln des Islam vereinbar ist.
Tausende von ägyptischen Muslimen demonstrieren dies dadurch, dass sie sich als menschliche Schutzschilde für bedrohte Kopten zur Verfügung stellen. Bericht in "Rat für ein Parlament der Weltreligionen" (englisch).

Weitere Äußerungen:
Das Attentat in der Silvesternacht wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefährdung der Christen im Orient, zumal es nicht nur in Bagdad, sondern auch in andern Ländern wie Indonesien Anschläge auf christliche Kirchen gegeben hat.