Montag, 30. April 2018

Christentum - Feste im Kirchenjahr

Die Vielfalt des Christentums spiegelt sich geschichtlich, regional und weltweit sehr unterschiedlich wieder. Die Materialhinweise hier haben stärker das westliche Christentum und die griechische Orthodoxie im Blick.


Kirchenjahr


Feste

Heiligenfeste: Die Goldene Legende und der Heiligenkalender

Weitere Feste im Einzelnen



Sonntag, 29. April 2018

Sihlcity-Kirche in Zürich - Rastplatz der Seele


Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity (2012) - wikipedia
An diesem Ort - geprägt von Shopping und Schaulust -  gibt  es eine Oase der Stille und der Besinnung: Die Sihlcity-Kirche



Sie lädt Nicht-Glaubende und Glaubende aller Religionen ein, den äußerlichen Trubel hinter sich zu lassen und aufzuatmen - ein Rastplatz der Seele - Einhalten vor Gott.
Darum gibt es auch Möglichkeiten zum Gespräch und zur Seelsorge.
Pfarrer Jakob Vetsch und sein ökumenisches Team sind dabei achtsame Begleiter.

Leider wird in absehbarer Zeit dieses beeindruckende Stille-Zentrum wegen mangelnder
Besucherzahlen schließen müssen. Bericht: Limmattaler Zeitung, 30.06.2017


Neben den ausgelegten Texten und Bildern vor Ort gibt es für Interessierte jede Woche ein Rastwort als E-Mail-Gruß, verbunden mit einem Foto zur optischen Vertiefung.

Vorraum mit Glocke und Eingangstür mit Symbolen der Religionen

Zwei Rastworte aus dem Monat April 2018

"Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr leitet?" Römer 2,4
Zu dir darf ich kommen ...
Guter Gott, du hast dein Gebot in Stein gemeisselt.
Du hast dein Evangelium in mein Herz geschrieben.
Du umgibst mich mit deiner Liebe.
Du lässt deine Kraft in mir wirken.
Zu dir darf ich kommen mit meinem fröhlichen Lachen –
Du legst Freude in mich.
Mit meinen Tränen – du tröstest mich.
Mit meinem Kummer – du kümmerst dich.
Mit meiner Hoffnung – du gibst ihr Kraft.
Bei dir bin ich geborgen; bei dir bin ich daheim.
Mit vollem Herzen komme ich vor dich.
Ich bringe dir meinen Dank und meine Klage.
Ich bitte dich in meiner Verzweiflung und meiner Hoffnung:
Steh mir bei; befreie mich.
Stärke das Vertrauen in meinem Herzen
durch deinen Heiligen Geist. – Amen.
                                                                     Gebet der Losung zum 06.02.2018    


Raum der Stille mit Glasfenster von Hans Erni: "Begegnungen"
"All eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch."  1. Petrus 5,7 
Hier stehen wir
Mit beiden Füssen in ausgetretenen Schuhen
und mit schweren Gedanken –
ganz und gar geerdet.
So ist unser Leben, immer wieder.
Und zugleich stehen wir hier,
wollen unser Herz erheben
über die Wolkendecke
der alltäglichen Unwägbarkeiten
und tragen in uns die Sehnsucht
nach gelingendem Miteinander und Füreinander,
nach dem Ich und Wir in gehimmelter Heiterkeit.
Irgendwo zwischen Himmel und Erde
suchen wir Frieden, der trägt,
suchen wir Leichtigkeit, die erhebt.
Berühr unsere Füsse und unsere Gedanken
mit der Liebe, die alles umarmt,
die alles trägt, die alles hofft.
                                               Gebet der Losung zum 14.01.2018


Leider wird in absehbarer Zeit dieses beeindruckende Stille-Zentrum
wegen mangelnder 
Besucherzahlen schließen müssen ...
 
Bericht: Limmattaler Zeitung, 30.06.2017



Montag, 23. April 2018

Traditionale/traditionelle Religionen der Welt - Annäherungen (aktualisiert)

Lebensbaum aus Orissa (Indien)
Traditionelle religiöse Rituale haben die Geschichte der Menschheit ganz wesentlich beeinflusst. Sie sind auch für die großen Weltreligionen von großer Bedeutung. Sie wirken stark bis in die Gegenwart hinein und spielen auch in der estorischen Szene eine wichtige Rolle. 

Diese sehr unterschiedlichen religiösen Traditionen werden oft nicht korrekt

als Naturreligionen, Stammesreligionen oder ethnische Religionen bezeichnet.
Ihre geografische Ausbreitung ist meist auf eine Region oder auf bestimmte Volksgruppen beschränkt. 

Die meisten dieser Religionen sind zugleich Kulturen ohne Schrift, aber mit einer weit reichenden (Bild-)Symbolik und vielfältigen Ritualen, die Erlaubtes und Verbotenes klar regeln (z.B. durch das Tabu). 

Auf den einzelnen Kontinenten lassen sich bei diesen Völkern dennoch gemeinsame Grundstrukturen entdecken. Sie beziehen  die Natur mit ihren Phänomenen (Sonne, Regen, Gewitter usw.) intensiv mit ein. Dies kommt z.B. auch in (Ur-)Symbolen wie Wasser, Berg, Totem zum Ausdruck.

Die vorliegende Zusammenstellung kann angesichts der Vielfältigkeit dieser religiösen Traditionen nur als ein erster Zugang dienen.  


 Kleine Bildergalerie

 Allgemeines und Übersichten 

Afrika
  • Oxford Bibliographies: African Traditional Religion 
  • Edith Broszinsky-Schwabe: Kultur in Schwarzafrika.
    Geschichte - Tradition - Umnruch - Identität. Köln: Pahl Rugenstein 1988
  • Anthony Ephirim-Donkor: African Spirituality. On Becoming Ancestors.
    Trenton, NJ / Asmara, Eritrea. Africa World Press 1997
  • Afrika-Museum Nijmegen (NL)

Amerika 
  • Indianer Amerikas: Nordamerika und Lateinamerika (indígenas) --- (www.wissen.de)
  • Indianer Nordamerikas (Wikipedia) 
  • Inuit ("Eskimos") --- Planet Wissen
  • John R. Farella: The Main Stalk. A Synthesis of Navajo Philosophy.
    Tucson, Arizona: The University of Arizona Press 1990, 2. Aufl.
  • Arlene Hirschfelder / Paulette Molin: The Encyclopedia of Native American Religions.
    New York / Oxford: Facts on File 1992, XII, 367 S., Abb., Index
  • Philippe Jacquin: Indianerland. Ravensburg: Ravensburger TB 9, 1990
  • Michaela Kaiser (Hg. und Übers. aus dem Amerikanischen): Was zwischen Sonne und Mond geschah. Indanische Mythen udn Märchen. GTB 1103. Gütersloher Verlagshaus 1988
  • Hanns J. Prem: Geschichte Alt-Amerikas. Oldenbourg Grundriss der Geschichte.
    München: Oldenbourg 1989
  • Steve Talbot: Indianer in den USA. Unterdrückung und Widerstand. Berlin: Dietz 1988 
  • Dennis und Barbara Tedlock (Hg.): Über den Rand des tiefen Canyons. Lehren indianischer Schamanen. DG 17. Köln: Diederichs 1983, 4. Aufl.
Asien

 Ozeanien / Pazifik

Australien: Aborigines
  • Aborigines (Planet Wissen)
  • Ronald M. and Catherine H. Berndt: The World of the First Australians.
    Aborigial Life: Past and Present. Canbera: Aboriginal  Studies Press 1992

Europa 








Mittwoch, 4. April 2018

Die internationale Schule für Interkulturelle Philosophie - La Escuela Internacional de Filosofía Intercultural (EIFI)

Casa Sant Felip Neri
Das ISIS-Institut in Eichstätt versteht sich  als Forschungseinrichtung zur Förderung internationaler und interkultureller Zusammenarbeit. Seine Aktivitäten konzentrieren sich  auf den Nord-Süd-Dialog. Kulturelle Diversität wird als Chance wahrgenommen. Dabei werden lateinamerikanische Entwicklungen besonders sorgsam begleitet.
Literaturempfehlungen: hier
Wichtiger Promotor und Ideengeber ist der kubanische Philosoph Raúl Fornet-Betancourt (geb. 1946). Er lehrt an der RWTH Aachen, an der Universität Bremen und hatte Gastprofessuren in Spanien, Brasilien, Mexiko, El Salvador und Österreich inne. In seiner Arbeit bezieht er besonders lateinamerikanische Philosophie-Strömungen in globale-interkulturelle Zusammenhänge ein.
  • Buchhinweis:
    Rául Fornet-Betancourt:
    Lateinamerikanische Philosophie
    im Kontext der Weltphilosophie. 
    Interkulturelle Bibliothek,
    Bd. 52. Nordhausen:
    Bautz 2005, 131 S.
    Inhaltsübersicht und
    Leseprobe: hier
Aus dieser engagierten interkulturellen (wissenschaftlichen) Arbeit mit Gleichgesinnten hat sich ein Projekt entwickelt, das im März 2018 als Internationale Schule für Interkulturelle Philosophie (EIFI) praktisch realisiert wurde. Der Sitz dieser Schule befindet sich in der Casa Espiritualitat Sant Felip Neri in Barcelona.


Information der Schulgründer
EIFI - Philosophie, Spiritualität, Gesellschaft
Für ein plurales Zusammenleben in einer gemeinsamen Welt


Raúl Fornet-Betancourt 
Die Gründung der Internationalen Schule für Interkulturelle Philosophie geht aus zwei von Raúl Fornet-Betancourt initiierten und koordinierten interkontinentalen wissenschaftlichen Veranstaltungsreihen hervor: den Internationalen Seminaren des Dialogprogramms Nord-Süd und den Internationalen Kongressen für Interkulturelle Philosophie, die seit 1987 bzw. seit 1995 bestehen.

Die Escuela Internacional de Filosofía Intercultural (=EIFI) wurde am 11. November 2017 im Anschluss an den XII. Internationalen Kongress für Interkulturelle Philosophie in Barcelona gegründet. Der besagte Akt bestätigte mit der Genehmigung der Statuten durch die anwesenden Gründungsmitglieder die Wahl der Gremien und des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats sowie die Ernennung der Lehr- und Forschungsteams.

Die Schule antwortet auf die zentrale Herausforderung eines menschlichen und gerechten Zusammenlebens in kultureller Diversität mit einem breiten Spektrum von spezifischen Zielen (siehe Statuten), die sie in gemeinsamer Arbeit fördern und vertiefen will. Für die Annäherung an diese Ziele organisiert die Schule Kurse,
Seminare und Kongresse, bietet Forschungs- und Studienaufenthalte an und schafft Räume für eine kritische Reflexion über die kulturelle Diversität in unseren globalen Gesellschaften.

Ebenso fördert die Schule den Aufbau einer Fachbibliothek und wird ihre Arbeit und die Arbeit ihrer Mitglieder in zwei Publikationsreihen dokumentieren: in der Zeitschrift Concordia. Internationale Zeitschrift für Philosophie und in der Reihe Concordia. Reihe Monographien. Ausserdem besteht eine Zusammenarbeit mit Topologik - International Journal of Philosophy, Pedagogy and Social Sciences, sowohl in der Print- als auch in der digitalen Ausgabe.


Im Sommer 2018 führt die EIFI eine Seminarreihe zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Schule - Philosophie, Spiritualität, Gesellschaft - durch.

Die Statuten der EIFI sowie die Darstellung ihrer Organisation und Gremien informieren Sie genauer über diese Initiative:

CC

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Sonntag, 1. April 2018

Beginen - mittelalterliche Frauenbewegung und moderne Anknüpfungspunkte

Eingang des Beginenhofes in Brügge (Wikipedia)
Im Mittelalter hatten Frauen nur wenige Möglichkeiten, ein selbständiges Leben zu führen. Entweder sie heirateten bzw. wurden verheiratet oder gingen als Nonne ins Kloster. Durch die gesellschaftlich-wirtschaftlichen Veränderungen und das Aufstreben des Bürgertums entwickelte sich in den Städten eine neue Frauen-Bewegung, die der Beginen. Besonders in Nordfrankreich, in Flandern und entlang des Rheins von der Mündung bis in den süddeutschen Raum und nach Polen entstanden selbstständige Frauen-Kommunitäten, die in den Beginenhöfen ihr Zentrum hatten. Die Beginen hatten feste Lebensregeln und verdienten ihren Lebensunterhalt insbesondere durch soziale Fürsorge. Jeweils ein Priester war zwar einem Beginenhof zugeordnet, aber die entscheidende Autorität hatte die Meisterin. Der Zutritt war Männern verboten. 


Beginenhof in Brügge (Wikipedia)
Mehr zum Beginentum:


Vorläuferinnen des Beginentums und Folgewirkungen

(ehem.) Beginenhof  in Valenciennes


Eine der bedeutendsten Beginen-Persönlichkeiten war Marguerite Porète (1250/1260 - 1310).
Sie stammte aus der Umgebung von Valenciennes im Hennegau (Hainaut).
Beginenhof Kortrijk (nördlich von Lille) - Wikipedia.en

Kleiner Beginenhof in Gent (wikipedia)

Saint Quentin: Beginenhof in der Rue Saint Quentin Barré


Ehem. Beginenhaus Kalkar
(Niederrhein) --- 
Details zur Geschichte: hier



Authentische Wiederbelebung 
der Beginen-Idee?
    Beginenhof Bochum - Planungsskizze 2012












                                                                                                                                                                  CC